Spielteilnahme erst ab 18 Jahren. Glücksspiel kann süchtig machen.

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Im Check

Im Check

Die Bundesliga Saison 2019/20 ist zu Ende und der FC Bayern München ist erneut deutscher Meister. Dass damit die Geschichte einer ganz besonderen Spielzeit natürlich nicht erzählt ist, schaut sportwetten.de auf die Details und präsentiert euch die Fakten, Trends und Eigenheiten der absolvierten 34 Spieltage.


Langes Ende

Durch die Corona-Unterbrechung der Bundesliga schloss die Spielzeit ungewöhnlich spät im Kalenderjahr ab - und dann auch noch ohne Zuschauer. Das letzte Mal, dass es im Juni Bundesliga Spiele zu bestaunen gab, war 1995. Den “spätesten” Spieltag gab es übrigens in der Saison 1971/72 am 28. Juni.


Die Dauerbrenner

Es gab in dieser Saison drei Spieler, die vom ersten bis zum letzten Spieltag jede Minute auf dem Platz standen. Überraschung: Es waren alles Torhüter und kurioserweise alle bei Clubs im Rheinland angestellt. Sowohl Timo Horn (Köln), Lukas Hradecky (Leverkusen) als auch Yann Sommer (Gladbach) absolvierten 34 Spieltage je 90 Minuten.


Tore, Tore, Tore

Insgesamt 982 Mal brandete in dieser Saison ein Torjubel auf. Damit war die zurückliegende Spielzeit die torreichste in diesem Jahrtausend. Mehr Treffer gab es zuletzt in der Spielzeit 1991/92 zu bestaunen, da kickten jedoch noch 20 Mannschaften in der Bundesliga. In einer Bundesliga mit 18 Teams fielen zuletzt in der Saison 1986/87 mehr Tore. 


Tormaschinen und Ladehemmungen

Der FC Bayern München schoss in dieser Saison 100 Tore. Erst zum zweiten Mal in der Geschichte in der Bundesliga schoss ein Team derart viele Tore in einer Spielzeit. Offensiv erfolgreich waren auch der BVB (84 Tore) und RB Leipzig (81). Meister der Harmlosigkeit im gegnerischen Strafraum waren hingegen Fortuna Düsseldorf (36 Tore), der SC Paderborn (37) und Schalke 04 (38).


Standard-Asse und Konter-Könige

Mit 22 Toren nach Standards waren sowohl der FC Bayern München als auch Eintracht Frankfurt die erfolgreichsten Mannschaften nach ruhenden Bällen. Knapp dahinter folgen Köln (21) und der 1. FC Union Berlin (20). Beachtlich bei den beiden Aufsteigern, dass die Tore nach der Standards fast die Hälfte der Saisontreffer ausmachten. Bei den Berlinern waren es 49 Prozent, bei den Kölnern 41 Prozent. Schneller als der eigene Schatten war die Offensivabteilung von Borussia Dortmund. Kein Team der Bundesliga wusste in dieser Spielzeit nach einer Balleroberung schneller umzuschalten, als der BVB (29 Tore). Dahinter folgen die Bayern (26) und Leipzig, sowie Gladbach (je 25).


Zwischen Festung und Schießbude

Schier unüberwindbar schien in dieser Saison die Abwehr des FC Bayern München. Nur 32 Gegentore kassierte das Team von Hansi Flick. Die 1:5-Klatsche in Frankfurt wirkt da fast wie ein Fehler in der Matrix. Auffällig: 13 der 32 Gegentore fielen im Umschaltverhalten. Am eigenen Konterverhalten sollten in der kommenden Saison die Gegner der Bayern arbeiten, um die Meisterschaft vielleicht doch etwas spannender zu gestalten. Die Schießbude der Bundesliga war hingegen der SC Paderborn mit 74 Gegentoren. Dicht gefolgt von Köln und Bremen (je 69). Eine unrühmliche Meisterleistung vollbrachten die Bremer, die ganze 25 Mal nach Standards übertölpelt wurden.  


Abgezockt und anfällig bis zum Schluss

Bis kurz vor Schluss noch ein Ass im Ärmel zu haben, ist immer gut. Insbesondere RB Leipzig hatte diese Qualität in der Saison 2019/20. Insgesamt 20 Mal trafen die Sachsen in der Crunchtime. Dicht dahinter folgen Dortmund und Frankfurt (je 19). Der FC Bayern München traf 18 Mal nach der 75. Minute. Besonders anfällig für späte Gegentore waren derweil der FC Augsburg (20), Mainz 05 (18) und die beiden Berliner Clubs Hertha und Union (je 16).


Führungsstark oder permanent im Hintertreffen

Der FC Bayern München ging in 26 von 34 Spieltagen 1:0 in Führung. Fast genau so gut waren nur Leverkusen (23) und der BVB (22). Beachtlich: Dem 1. FC Union Berlin gelang das ebenfalls 17 Mal. Paderborn hingegen nur neun Mal. Stattdessen lag der SCP 23 Mal 0:1 zurück. Beachtlich: Auch Frankfurt lag 21 Mal und die alte Dame aus Berlin 19 Mal zurück.


Die Ballermänner

Robert Lewandowski krönte sich mit 34 Toren zum Torschützenkönig der Saison 2019/20. Insgesamt war der Pole sogar an 54 Prozent aller Bayern-Tore beteiligt. Dicht auf den Fersen war ihm Timo Werner. Der Neuzugang des FC Chelsea traf 28 Mal und war an 46 Prozent aller Leipziger Treffer beteiligt. Lewandowski ist auch der Top-Spieler der Saison, der das 1:0 für sein Team erzielt. Elf Mal eröffnete er den Torreigen für sein Team, mit Abstand dahinter folgen Rouwen Hennings, Robin Quaison (je 8) und Timo Werner (7). Die meisten Vorlagen zu einem 1:0 lieferte Thomas Müller (9), der auch einen neuen Assist-Rekord in der Bundesliga aufstellte (21). Das schnellste Tor der Saison schoss jedoch Marco Richter vom FC Augsburg - bereits nach 28 Sekunden klingelte es im Tor.