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Die Hinrunde aus Sicht der Daten

Die Hinrunde aus Sicht der Daten

Bundesliga Stats: Wer sind die Gewinner und Verlierer der Hinrunde aus Sicht der Daten?

Am Freitag Abend startet mit der Partie Schalke 04 vs. Borussia Mönchengladbach die Rückrunde der Saison 2019/20. Sportwetten.de und die Spielanalysten von read the game blicken noch einmal auf die Rückrunde, nennen die Highlights und zeigen auf, was besonders auffällig war.

 

Tore, Tore, Tore

In der Hinrunde der laufenden Spielzeit wurden 492 Tore geschossen. Macht im Schnitt 27 Tore pro Team. Das Soll übererfüllt hat der Herbstmeister: Die meisten Treffer markierte nämlich RB Leipzig (48). Allein 19 Stück schossen die roten Bullen nach einem ihrer blitzschnellen Umschaltspiele. Deutlich mehr Ladehemmung hatten Fortuna Düsseldorf und der VfL Wolfsburg mit lediglich 18 Saisontoren. Weniger Tore schoss kein Team in der Bundesliga. Die meisten Tore fielen übrigens nach der Pause (275). Am erfolgreichsten nach der Pause war der FC Bayern München. Insgesamt 28 Tore schoss der amtierende Deutsche Meister, dicht gefolgt vom BVB (27). Dafür traf der Herbstmeister am häufigsten vor dem Pausenpfiff (23).

 

Gegentore, Gegentore, Gegentore

Der kleine aber entscheidende Unterschied zwischen Wolfsburg und Düsseldorf: Die Wölfe mussten auch nur 18 Gegentore hinnehmen und landeten damit auf Platz neun mit Tuchfühlung auf die Europapokalplätze. Düsseldorf kassierte jedoch die doppelte Anzahl Gegentore und überwinterte auf Platz 16. Die Schießbude der Bundesliga war jedoch Werder Bremen (41 Gegentore). Unrühmlicher Bestwert on top: Keine Mannschaft der Bundesliga musste mehr Gegentreffer nach Standards hinnehmen (13 Stück). Die meisten Gegentore kassierte vor der Pause kassierten die Hanseaten ebenfalls (20). Am stabilsten waren die Abwehrreihen der Schalker. Die Knappen mussten nur fünf Gegentreffer in der ersten Hälfte verzeichnen.

 

Der frühe Vogel, fängt die Punkte?

Es gibt zwei Mannschaften, die in der Hinrunde jeweils sechs Mal bereits in den ersten 15 Minuten 1:0 in Führung gegangen ist: Der Herbstmeister RB Leipzig und der Tabellenvorletzte Werder Bremen. Der Kontrast könnte nicht härter ausfallen. Besonders schnell zurück lag hingegen Aufsteiger SC Paderborn. Insgesamt acht Mal lag das Team von Steffen Baumgart bereits nach 15 Minuten hin. Zur Ehrenrettung: Fünf Mal ging Paderborn auch in Führung. Brachte am Ende alles nichts, der SCP ist Tabellenletzter.

 

Immer weiter machen, immer weiter machen

Mainz 05 und die TSG Hoffenheim 1899 lagen in dieser Spielzeit bereits sechs Mal daheim 0:1 zurück. Vier dieser Partien gingen jeweils verloren, zwei jedoch gewonnen. Meister des Comebacks ist jedoch Frankfurt: Fünf Mal lag Mal die Eintracht daheim 0:1 zurück, aber nur eine Partie ging verloren. Dreimal erzielte das Team noch den Ausgleich, einmal siegte der Pokalsieger von 2018. Auswärts lag der 1. FC Köln acht Mal 1:0 zurück - unrühmlicher Top-Wert der Hinrunde. Zwei Partien gewann der "Effzeh" noch, ein Spiel ging Remis aus. Geriet Frankfurt auswärts 1:0 in Rückstand, gab es nichts zu feiern. Alle sechs Partien verlor die Eintracht.

 

Echte Führungsstärke

Nur zwei Mannschaften in der Bundesliga haben das Kunststück vollbracht, jede ihrer Führungen in einen Sieg zu verwandeln ohne noch abgefangen zu werden: Borussia Mönchengladbach (8 Mal) und der VfL Wolfsburg (6 Mal). Zehn Mal ungeschlagen blieben immerhin RBL Leipzig (9 Siege / 1 Unentschieden), Bayer 04 Leverkusen (8/2) und Schalke 04 (6/4).

 

Scharfschützen aus der Abwehr

Philipp Max, gelernter Linksverteidiger, darf diese Spielzeit deutlich offensiver auftreten. Mit Erfolg: An zwölf Toren ist der Spieler in der Hinrunde beteiligt gewesen. Bemerkenswert: Drei Tore erzielte er mit direkt verwandelten Freistößen. Keiner traf öfter derart präzise in der Hinrunde der Saison. Feingefühl und Präzision im Fuß bewies auch Christopher Trimmel. Der Kapitän des 1. FC Union Berlin legte vier Tore nach Standards auf: Allesamt nach einer Ecke. Keiner legte mehr auf nach einem ruhenden Ball. Die meisten Treffer nach Standards schoss der Herbstmeister (12), die meisten davon per Elfmeter (5). Die meisten Tore nach einem Eckball schoss derweil Frankfurt (8), nach Freistößen war die Fohlenelf am erfolgreichsten (6).

 

Das Duell um die Kanone: Lewandowski vs. Werner

Es läuft endlich wieder ein echter Wettkampf um den Titel des besten Torjägers der Bundesliga. Die Ballermänner Lewandowski (19 Tore) und Timo Werner (18) liegen dicht beieinander und dürften auch in der Rückrunde für Furore sorgen. Beachtlich: Werner sorgte auch für sechs direkte Torvorlagen, vier Mal spielte er den entscheidenden Pass vor dem Assist. Lewandowski hat diesbezüglich das Nachsehen, er legte nur zwei Tore auf und spielte dreimal vorab den wichtigen Pass. Insgesamt war der Pole (27) aber an mehr Toren als Werner (25) beteiligt in der Hinrunde.

 

Ausblick

Die Rückrunde wird spannender als das Vorjahr und mit die Hinrunde noch einmal toppen. Welchem Team zu erst die Luft im Kampf die Meisterschale oder den Klassenerhalt ausgeht, ist jetzt noch nicht abzusehen, was den Mythos Fußball so magisch macht. Daten hin oder her.