Spielteilnahme erst ab 18 Jahren. Glücksspiel kann süchtig machen.

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Wie wahrscheinlich ist das denn?!
34. Spieltag

WERDER BREMEN VS. 1. FC KÖLN

Welcome to hell! Bremen tritt zum absoluten Endspiel gegen die Re-Start Gurken aus Köln an. Beim Effzeh lief seit dem 26. Spieltag weniger nach Plan als beim U-Bahn-Bau in der Domstadt. Zum Glück hatten die Kölner bereits genug Punkte vor der Corona-Pause der Bundesliga gesammelt, um nun ohne Druck im Bremen anzutreten. Bremen muss derweil siegen und das am besten torreich. Beides Dinge, die in dieser Saison im Weserstadion praktisch nie gelangen. Ein Heimsieg steht bis dato zu Buche. Sieg Nummer zwei muss aber zwingend am 34. Spieltag her, um auf Platz 16 springen zu können. Parallel muss dann auch noch der 1. FC Union Berlin die Düsseldorfer besiegen. Die Sieger-Tendenz sieht zumindest leichte Vorteile für die Hanseaten.

Der 1. FC Köln war in der gesamten Saison chronisch auswärtsschwach. Zehn Mal verloren die Kölner in der Fremde. Nur der 1. FC Union Berlin verlor auswärts noch öfter (11x). Zudem hatte die Kölner Abwehr auswärts auch regelmäßig Tag der offenen Tür. Allein in den fremden Stadien kassierte der Effzeh 36 Gegentore. Mehr ließ nun Union Berlin zu (38). Nun müsste Bremen bloß zumindest für eine Partie die eigenen Probleme im Weserstadion ablegen. Daheim gelang nur ein Sieg, dafür kassierte man aber elf Niederlagen. Überhaupt ging Bremen nur drei Mal daheim in Führung und schoss lediglich neun Tore im eigenen Stadion. Darum ist auch kein haushoher Sieg prognostiziert, sondern eher ein 1:1 als wahrscheinlichstes Ergebnis möglich. Heimschwäche trifft auf Auswärtsschwäche. In der Mitte liegt die Punkteteilung.

Werder lässt daheim nichts unversucht. Mit 219 abgegeben Torschüssen liegen die Bremer im Mittelfeld der Bundesliga, wenngleich mit Tendenz nach unten. Es kam bloß bisher schlicht zu wenig bei rum in Hinblick auf neun Tore daheim. Positiv: Kein Team der Bundesliga lag auswärts öfter zurück als Köln. Zumindest ein Führungstreffer könnte für die Bremer also mal drin sein. Dass nicht wahnsinnig viel mehr noch folgen wird, lässt auch schließen, dass es bei Under 3,5 Toren in der Partie bleibt.

UNION BERLIN VS. DÜSSELDORF

Der Klassenerhalt ist für die Berliner gesichert und das Auswärtsspiel in Hoffenheim hat einen Vorgeschmack gegeben, was nach so einem Erfolgserlebnis noch zu erwarten ist von den Eisernen. Nicht wahnsinnig viel. Vor allem, wenn der Gegner noch ein Saisonziel hat. Dennoch: Daheim waren die Auftritte der Eisernen quer durch die Saison von mehr Erfolg gekrönt. Sechs von zehn Saisonsiegen fuhren die Unioner daheim ein, zudem verlor das Team von Urs Fischer auch nur sechs Mal. Auswärts gab es hingegen elf Niederlagen. Zudem schoss der Aufsteiger 27 seiner 38 Saisontore in der Alten Försterei. Auf diese Heimstärke hofft Werder Bremen und auch die Sieger-Tendenz sieht die Unioner leicht im Vorteil.

Union Berlin ist daheim Führungsstark. Zehn Mal führte der Aufsteiger in der alten Försterei. In der Mehrheit ging man auch als Sieger vom Platz (7x), nur einmal unterlag man am Ende noch. Und das erste Tor ist auch in die andere Richtung relevant. Denn Union lag auch schon sechs Mal zurück im eigenen Stadion, fünf Mal endete das Spiel dann auch mit einer Niederlage. Seltener lagen nur die Bayern, Dortmund und Leipzig zurück. Den Status will Union sicher halten, aber es wird wie so oft für den Aufsteiger wenn überhaupt ein Arbeitssieg. Als wahrscheinlichstes Ergebnis wird ein 2:1 prognostiziert. 

Offensiv läuft es für die Eisernen daheim deutlich besser: 27 Tore schoss das Team von Urs Fischer daheim. Zudem kassierte Düsseldorf 36 Gegentore in dieser Saison in Auswärtsspielen. Schlechter waren nur die Eisernen (38 Gegentore). Derweil war in der Düsseldorfer Offensive bei Auswärtsauftritten bis dato wenig los: 18 Tore schoss die Fortuna. Harmloser waren bisher nur Augsburg, Union (je 17 Tore) und Paderborn (14) unterwegs. Gute Aussichten für einen knappen Sieg der Unioner und eine Partie, die auch insgesamt unter 3,5 Toren bleibt.

LEVERKUSEN VS. MAINZ 05

Letzter Aufruf für die Königsklasse! Bayer 04 Leverkusen ist am 34. Spieltag zum Siegen verdammt und muss dann noch auf Schützenhilfe von Hertha BSC hoffen, um Platz vier zu erobern. Ansonsten heißt es kommende Saison nur Europa League. Minsk statt Madrid. Gegner Mainz kommt als vermeintlich dankbarer Gegner daher und auch die Sieger-Tendenz sieht die Werkself klar in der Favoritenrolle. Zumal Leverkusen auch wirklich Heimstark ist. Lediglich der FC Bayern München (12x) ging im eigenen Stadion häufiger in Führung als die Mannschaft von Peter Bosz. Die große Frage bleibt: Mit wie viel Feuer geht Mainz noch in die Partie, denn auswärts haben die 05er diese Saison immer wieder Ärger in den gegnerischen Strafräumen sorgen können.

Elf Mal ging Bayer 04 Leverkusen daheim in Führung und feierte danach acht Siege, zwei Unentschieden. Lediglich den Bayern musste man sich trotz Führung geschlagen geben. Zudem lag kein Team seltener daheim zurück als Leverkusen (4x). Offensiv wie Defensiv ist Leverkusen auswärts als auch daheim fast gleichwertig unterwegs. Insofern mit vollem Einsatz dabei, kommt mit Mainz 05 jedoch nochmal ein echter Prüfstein in Spiel. Denn die Mainzer wussten in dieser Saison vor allem auswärts zu überzeugen. Die 05er gingen auf fremden Plätzen in dieser Saison zehn Mal in Führung. Häufiger gelang das nur dem BVB, Leverkusen (je 11x), Bremen (12x) und den Bayern (13x). Dabei sprangen sechs Siege und nur drei Niederlagen heraus. Also nicht viele Teams konnten noch richtig kontern nach einem Rückstand gegen Mainz. Beachtlich: Sechs der zehn Führungen fielen bereits vor der 15. Minute - Top-Wert der Bundesliga. Leverkusen wird sich so oder so offensiv ins Zeug legen müssen, um die Mainzer niederzuringen. Das wahrscheinlichste Ergebnis sollte ihnen Mut geben, das geht nämlich von einem deutlichen 3:0 Heimsieg aus.

Leverkusen gibt daheim deutlich mehr Schüsse ab als auswärts (ø16 daheim), derweil kassierte Mainz auswärts auch die viertmeisten Gegentore (35). Und lag Mainz auswärts erstmal zurück (6x), ging auch nicht mehr viel im Hinblick auf Punktgewinne (5 Niederlagen, 1 Remis). Ist die Abwehr also geknackt, sind die Weichen auf Sieg gestellt. Bei den Toren läuft es entsprechend auf Under 3,5 Tore hinaus.

GLADBACH VS. HERTHA BSC

Gladbach ist auf Champions League Kurs. Am letzten Spieltag könnte ein Punkt gegen Hertha BSC bereits genügen, sofern Leverkusen nicht mehr die um neun Treffer schlechtere Tordifferenz gegen Mainz ausbügelt. Um ganz sicher zu gehen, ist also ein Sieg von Nöten. Was für die heimstarken Gladbacher durchaus möglich ist. Nur die Bayern und Dortmund (je 11x) siegten in dieser Saison daheim öfter als die Fohlenelf (10x). Dementsprechend sieht auch die Sieger-Tendenz die Gladbacher auf Erfolgskurs. 

Neun Mal führte Gladbach bis dato in Heimspielen, acht Siege resultierten daraus. Aber auch ein Rückstand daheim macht die Fohlen nicht fassungslos. Sechs Mal lag die Rose-Elf zurück, drei Siege konnte man dennoch noch verbuchen. Zudem schoss Gladbach 38 seiner 64 Tore im eigenen Stadion. Zehn mal geriet derweil Hertha BSC auswärts in Rückstand und verlor sechs dieser Partien, nur eine konnte noch in einen Sieg verwandelt werden. Ein entspannter Trab in die Königsklasse wird es für die Fohlen dennoch nicht. Das “neue” Hertha BSC unter Bruno Labbadia weiß sich zu wehren. Und auch als wahrscheinlichstes Ergebnis wird ein 2:1 ausgegeben und somit eine Partie zu erleben sein wird, wo Under 3,5 Tore erwartet werden.

Hertha BSC spielt unter Labbadia besseren, weil erfolgreicheren Fußball. Dennoch geht man gerade offensiv auswärts selten ins Risiko. Nur Schalke 04 (145x) schoss noch seltener in Auswärtspartien auf das gegnerische Tor als Hertha BSC (167x). Zudem kassierte man nach dem Re-Start bis auf eine Ausnahme in jeder Auswärtsbegegnung mindestens ein Gegentor. Derweil weiß Gladbachs Offensive vor allem daheim zu überzeugen. Mit 38 Treffern daheim trafen nur die Bayern und Dortmund häufiger in ihren Arenen.

AUGSBURG VS. LEIPZIG

La Paloma in Augsburg! Zumindest könnte die Partie in der Fuggerstadt so betitelt werden. Für beide Clubs geht es um nichts mehr. Selbst Leipzig, was rechnerisch noch einzuholen ist, dürfte eine entspannte Kugel schieben. Denn Leverkusen müsste knapp zwei Dutzend Tore schießen, um sie noch einzuholen. Die Sieger-Tendenz sieht die Leipziger auf Erfolgskurs.

Augsburg feierte fünf seiner neun Saisonsiege daheim und schoss dort bisher auf 27 der insgesamt 44 Tore. Derweil kommt Leipzig allein auf 41 Treffer in der Fremde, führte acht Mal auswärts und gewann jede dieser Partien. Insgesamt feierte man sogar zehn Siege auf fremden Plätzen. Da man jedoch vermutlich rotieren wird und mit Halbgas den Abschied von Timo Werner begehen wird, ist das wahrscheinlichstes Ergebnis mit 1:2 durchaus denkbar und over 2,5 Tore vorstellbar. 

Nur die Bayern (264) gaben in dieser Saison mehr Schüsse auswärts ab als die Leipziger (257). Es kommt also nochmal ein kräftiger Sturm auf Augsburgs Abwehr zu, die mit 61 Gegentoren zu den Schießbuden dieser Saison gehören. Wenngleich es seit dem Re-Start wieder häufiger “Zu-Null”-Partien (3x) gab.